Können Wärmepumpen auch in bestehende Häuser eingebaut werden?

Bei der Annahme, dass für die Installation einer effizienten Wärmepumpenanlage als einziges Heizsystem ein gut isolierter Neubau notwendig ist, handelt es sich um einen weit verbreiteten Irrglauben.

In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Wärmepumpenanlagen in bestehenden Häusern stets gesteigert, sodass teilweise bis zu 50% der Wärmepumpenanlagen in Bestandshäuser eingebaut werden.

 

sanierter Heizraum

sanierter Heizraum

 

Im ersten Schritt schaut sich ein Techniker der Installationsfirma die Gegebenheiten vom bestehenden Gebäude vor Ort nach folgenden Gesichtspunkten an:

  • Sind Heizkörper und / oder eine Fußbodenheizung vorhanden?
  • Wie stellt sich die Gebäudeisolierung dar?
  • Welches Heizsystem ist aktuell vorhanden?
  • Wie groß ist die beheizte Fläche?

Anhand dieser Daten legt die Installationsfirma fest, welche Wärmepumpenart am besten umgesetzt werden kann. Dabei ist es nicht so, dass immer gleich eine komplette Gebäudesanierung mit dem Heizungstausch einhergehen muss. Heizkörper können z.B. sehr oft auch im Niedertemperaturbetrieb weiterverwendet werden, d.h. eine Fußbodenheizung  ist nicht immer zwingend erforderlich.

Vor dem Einbau der Wärmepumpenanlage werden alle nicht mehr benötigten Komponenten der alten Heizung entfernt und im Anschluss wird die Wärmepumpe an das bestehende Heizungsleitungsnetz im Haus sowie an die zuvor erstellte Energiequelle (Grundwasser, Tiefenbohrung, Flächenkollektor, Luft) angeschlossen.

 

Tiefenbohrung

Tiefenbohrung bei einem bestehenden Gebäude

 

Fast immer wird im selben Zug auch noch der Elektroboiler entfernt und eine Warmwasserbereitung installiert, welche mit der neuen Heizung gekoppelt ist (Frischwassersystem mit Durchlauferhitzer, Passivwarmwassersystem, …).

Ein großer Anreiz für die Umstellung auf eine nachhaltige Wärmepumpenheizung sind neben der Umweltfreundlichkeit und den extrem niedrigen Betriebskosten die teils hohen Förderungen. Bei einer seriösen Planung durch eine Fachfirma stellt auch die Erfüllung der teils von Förderstellen geforderten Jahresarbeitszahl kein Problem dar.

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